Mitten in der Nacht

Vom 28. Auf den 29. Avares kriegen wir Besuch von Aklos Dobronis, Absolventen der Auersbach Akademie zu Norwich. Der Mann bricht mit seinem Diener, einem Halbling, in die Ruine der Ritter von Amadee, und läuft damit direkt Alexandro in die Arme, der sich einen Spaß daraus macht, ihn zu verwirren. Zusammengefasst aber sucht er nach Spuren der Weißen Frau von Falkenhof. Er möchte unsere Hilfe, und außerdem sofort hier im Haus herumstöbern. Wir vertagen die Diskussion auf den nächsten Tag.

Am nächsten Tag erzählt uns der Magier von seinem Dilemma. Der Ort Nelkenheim sei von einer Seuche ausgerottet worden, und um die Seuche zu besiegen, braucht er das Grab der Weißen Frau von Falkenhof, in dem sich etwas finden sollte, um die Seuche zu bekämpfen. Wir wollen helfen, nach Hinweisen zu suchen. Der Diener Leopold, ein Zombie, empfiehlt uns, den Priester um Rat zu fragen, denn die Bibliothek des Schlosses sei verschwunden. Der Priester – wie übrigens viele Leute hier – ist ein böser Untoter. Er gibt uns eine Schriftrolle und stellt uns vor die Wahl, ob wir die Nymphe im Wald befreien oder den Fürsten von Amadee damit um Hilfe bitten wollen. Wir entscheiden uns, den Fürsten zu befragen – und als Schwarzblut die Worte spricht, steht der Sohn des eigentlich gemeinten Fürsten von den Toten auf. Das war vielleicht etwas heftiger als beabsichtigt.

Der junge Fürst erinnert sich an eine Geschichte, die er über die Weiße Frau gehört hat. Der Schlüssel den wir suchen sei ein Edelstein, und die Hexe von Westland hat ihn sich vor langer Zeit genommen. Leopold sagt, Arius von Fersing wollte die Hexe suchen und hätte eine Spur gehabt – Alpbach. Nach kurzer Vorbereitung reisen wir über Ordograd dorthin, und dank Schwarzbluts Ortskenntnis kommen wir unbeschadet an.

Am 5. Fortin erreichen wir Alpbach und sprechen mit dem Dorfvorsteher Hwitzka. Aklo, der hierher teleportieren wollte, ist noch nicht da. Güldenstein untersucht die Beathan-Eiche im Dorf und findet Hinweise darauf, dass die Hexe von Westland im Sumpf der 1.000 Skorpione hausen soll. Wir beschließen uns den Sumpf schon einmal ohne den Magier anzuschauen.

Die Hütte ist verlassen, es liegen Knochen und Bücher herum. Schwarzblut findet eine Ausgabe des „Daemonicon“ und steckt sie in seine Tasche. Ich bin sicher, er hat nichts unredliches damit vor. Alexandro findet unter dem Dach ein sprechendes Rapier, das uns erzählt, ein Zwerg hätte die Hexe erschlagen und ihr den Edelstein abgenommen. Daraufhin fällt Alexandro ein, dass dieser Stein in einer alten Rüstung von Fürst Schach steckt. Als wir die Hütter verlassen, findet uns „das Kätzchen“ der Hexe, ein Schreckenslöwen-Mantikor. Er geht bald unter.

Zurück in Dorf ist Aklo inzwischen angekommen. Er erzählt, dass das Grab der Weißen Frau nicht in Alpbach, sondern in Auersbach sei. Ihr wahrer Name war Clemia Pfauenruf. Wir beschließen, erst den Edelstein zu holen, und dann nach Auersbach zu reisen. Die Festung, in der Fürst Schach seine alten Sachen von einem bestechlichen Büttel bewachen lässt ist drei Tagesreisen entfernt. Güldenstein hat schlechte Vorahnungen – eine Stimme scheint ihm zuzuflüstern, dass der Weg des Einarmigen ins Verderben führt, doch wir kehren nicht um.

Bei der Festung angelangt, lässt sich Hendrik „die Münze“ tatsächlich bestechen, uns die Rüstung mit dem Edelstein zu zeigen. Er wird überwältigt und gefesselt. Bald sind wir aus der Tür, Häscher auf den Fersen. Als wir nachts eine Rast einlegen fällt Alexandro auf, dass der Edelstein einen Makel hat, von dem aus etwas wie ein Richtungsstrahl ausgeht. Nach Diskussion, ob es schlau ist, dem Strahl zu folgen, folgen wir dem Strahl (ich lasse mich nicht mehr auf Münzwürfe ein). Nach durchmachter Nacht sind wir an einer Höhle am nördlichen Rand des Sumpfes der 1.000 Skorpione. Wir gehen hinein.

Drinnen fallen Alexandro und ich sofort in ein Loch und landen auf ein paar Knochenspießen. Dazu finden wir ein Heiligtum von Kor’El, der wahrlich kein angenehmer Gott ist. Im Heiligtum ist eine mumifizierte elfische Hand, tätowiert mit einem Spruch, den Schwarzblut vorliest (und übersetzt):
„Der Strich, der das Gute vom Bösen trennt, geht durch das Herz eines jeden Elfen.“ Wir nehmen die Hand mit und flüchten durch den Sumpf vor unseren Verfolgern, die wir schließlich abhängen können.

In Alpbach sammeln wir Aklo ein, der uns nach Auersbach teleportiert. Dort fällt mir auf, dass er Absolvent der Akademie ist, die früher in Auersbach war, nur wegen der schlimmen Ereignisse hier nach Norwich verlegt wurde. In der hiesigen Akademie war einstmals der böse Magier Kaleostros, der unglaublich schlimme Dinge getan und überdies den Ruf der Akademie ruiniert hat. Alexandro erkundigt sich daraufhin nach Nelkenhof, und erfährt, dass man aus Nelkenhof schon länger nichts gehört hat. Ich sehe mir Aklos Diener ein wenig näher an und stelle fest, dass er böse ist, doch was kann ich machen? Ich kann nicht jedem den Schädel einschlagen nur weil er das Potenzial hat, Böses anzustellen.

Wir finden die Grotte, in der die Weiße Frau begraben liegt und durchdringen eine Illusion, um hinein zu gelangen. Drinnen ist ein Teich, aus dem uns eine kleine Bande Boggarts überfällt. Wir vernichten sie und gehen weiter. Dahinter ist ein Raum, in dem uns magische Münder warnen, nicht weiter zu gehen. Im Raum sitzt auf einem Thron die Weiße Frau. Darunter ist eine Vertiefung, in die die Edelstein hineinpasst. Ich stecke den Edelstein hinein und es öffnet sich ein Durchgang. Dahinter stehen wir Darstellungen bösester schwarzer Magie und einen Sarg. Unsere Körper sind paralysiert.

Aklos Diener tritt in diesem Augenblick vor und streift seine Verkleidung ab. Er wächst und verändert sich. Vor uns steht der Fürst-Erzmagier Kohfischopp. Er tritt zum Sarg. Es ist das Grab von Kaleostros Pfauenruf, Sohn der Weißen Frau und der böseste Magier der neueren Geschichte. Kohfischopp hofft, Kaleostros Seele zu stehlen und sich seine Macht einzuverleiben. Er lässt eine Wand aus Eis entstehen, damit wir ihn nicht stören, und fängt an, sich am Skelett zu schaffen zu machen.

Ich befreie mich aus der Starre, kurz darauf auch Güldenstein. Wir schlagen auf die Wand aus Eis ein. Das Skelett bleibt leider nicht tot. Es gibt Kohfischopp das zurück, was Kohfischopp mit ihm machen wollte. Es saugt die Seele direkt aus dem Erzmagier. Sogar nachdem wir die Wand durchbrochen haben, scheinen wir den neu auferstandenen Kaliostros nicht mehr zu stören als Fliegen. Er nimmt sich seelenruhig alles, was Kohfischopp an sich hat, schlägt uns beiseite und verschwindet schließlich.

Kohfischopp lebt noch und versucht mit uns zu verhandeln, doch jemand wie er verdient keine Nachsicht. Die Vergeltung Kharsis findet ihn, als mein Zweihänder seinen Kopf von seinem Körper trennt. Wir lassen ihn in Kaleostros Grabkammer – er wollte ja an seiner statt sein – und verlassen die Gruft der Weißen Frau.

Kohfischopp hat Aklos Diener getötet und seinen Platz eingenommen. Dazu hat er den ganzen Ort Nelkenhain ausgerottet, um den Magier zum Handeln zu bewegen, und hat ihn als sein „treuer Diener“ die ganze Zeit in seinem Sinne manipuliert. Unsere Gruppe macht sich mit dem immer noch geschockten Aklo auf den Weg nach Amadee.

Am 28. Fortin, kurz nachdem wir Sembra verlassen haben, stürzt ein blutüberströmter Mann auf die Straße, gejagt von Gnollen, die kurz hinter ihm auftauchen.

Advertisements

Ein Kommentar

  1. […] Der junge Magier Aklos, Abgänger der Auersbach Akademie zu Norwitch wurde vom Fürst Erzmagier Kofischopp in Gestalt seines Dieners Kortasch manipuliert und dazu gebracht die Ritter von Amadee für seine Queste nach der Macht des Kaliostros zu mißbrauchen. Das ganze begann Mitten in der Nacht. […]

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s