Meine Kumpels die Zwerge haben endlich ihren Gesalbten gefunden!

Der Buchstabe O als Ornamentder so ähnlich. So trug sich das zu.

Erst haben sie endlich den Güldenstein getroffen, den sie fragten, ob er der Gesalbte sei, und er war sich nicht sicher. Wir erinnern uns, sie suchen jemanden, auf den die folgende Beschreibung zutrifft:

Der Auserwählte, vom fremden Sternenlicht gesalbt, kommt gewandelt von jenseits der großen Al-Kharisch, kleidet seine Worte in fremde Zungen – er wird finden den Schwarzen Turm der Dschinne, er ist Dunkelheit und ward zugleich Licht. Er wird öffnen den gefrorenen Pfad zum Heiligtum vom Blute Dalims.

Wir stehen vor einer mit frostriesischen Runen geschlossenen Tür zu einer unterirdischen Anlage und ich warne die versammelte Gesellschaft, da nicht hineinzugehen. Prompt wird meine Warnung ignoriert. Auf dem Boden des Kerkers liegt ein schlagendes kaltes Herz, das sich beim Näherkommen als der verfluchte König Sangoi entpuppt. Er hatte, so die Legende, einst versucht, den König der Frostriesen von Jotungold zu bestehlen und wurde dafür verflucht. Jetzt, meint er, muss er uns töten, um seine Freiheit wiederzuerlangen. Nachdem er gefallen ist, gehen wir weiter.

Die Anlage entpuppt sich als ein Mahaviat-Tempel. Je tiefer wir hineingehen, desto kälter wird es, bis wir im inneren Sanctum stehen. Hier scheint eine Schlacht zwischen Zwergen und Frostriesen stattgefunden zu haben – viele Tote auf dem Boden. Der Raum leuchtet blau, und die Kälte scheint vor einer Art eisiger Truhe auszugehen, vor der eine tote Elfe in Rüstung kniet. Das Schwert das sie führt, gehört zu den Elfenrittern des Mantlerkönigs, doch sie scheint es ihrem Bruder gestohlen zu haben.

In ihrer Hand ist ein Brief an ihren Bruder. Sie hat versucht, sich mit der Macht der Bundeslade der Zwerge eine Vision zu verschaffen und den Vorahnungen ihres Bruders auf den Grund gehen. Scheinbar hat er geglaubt, eines Tages würde der Schwarze Sultan zurückkommen, und sie wollte erfahren ob das stimmt und wenn ja, wann es passieren würde.

Es erscheint uns der Geist des Korva Tunturi, Königs der Frostriesen von Jotungold, der wissen will, wer wir sind. Er behauptet, die Zwerge hätten Asmodeus, den Gott der Frostriesen gestohlen. Als er momentan verschwindet, erscheint uns der Geist von Dalim. Der war mal ein wichtiger Zwerg. Er beschwört uns, die Lade der Zwerge fortzubringen. Damit meint er die kalte Kiste. Darin sollen die Knochen von Asmodeus eingeschlossen sein, der nicht wieder auferstehen darf. Da bin ich ganz seiner Meinung.

Als Dalims Kraft weicht und er entschwindet, erscheint König Tunturis Geist wieder, spricht mich mit meinem frostriesichem Namen an und erinnert mich an meinen Pakt mit den Frostriesen. Er möchte, dass ich die Knochen des Asmodeus nach Jotungold bringe, wo der rote Schnee liegt. Dort soll er dereinst, bewacht von Frostriesen, wieder auferstehen und die Welt beherrschen (siehe auch: der Wunsch von jeder Gottheit, jederzeit). Schwarzblut scheint mich daraufhin in einem ganz neuen Licht zu sehen, aber ich weiß nicht, ob das gut ist oder nicht. Ich möchte jedoch klarstellen, dass es wahrscheinlich nichts weiter bedeutet, dass mein frostriesicher Name „Tod“ bedeutet. Frostriesen vergeben nun mal keine Namen, die sich mit „Schneeglöckchen Weißröckchen“ übersetzen lassen.  Jedenfalls habe ich keine Lust drauf, einem Gott, der nicht Kharsis ist – oder nicht zumindest zum Pantheon der wahren Götter gehört – Gefallen zu tun.

Als wir uns weigern, seinem Willen zu gehorchen, ruft der König seine Leibgarde herbei. Es sind sechs garstige Dämonen, gegen die wir kämpfen müssen. Wir siegen, aber zu einem hohen Preis. Elli müssen wir vom Boden kratzen. Zum Glück kommt sie schließlich zu sich.

Ich habe eigentlich keine Lust, die Lade der Zwerge aus ihrer Verankerung zu lösen, weil ich ziemlich genau weiß, dass das nur schlimme Folgen haben kann, aber schließlich tue ich es doch und bin damit scheinbar die Gesalbte der Zwerge, Balreos Tod. Wir dachten immer, der Gesalbte wäre ein Mann. Scheinbar nicht. Balreos ist, das nur dazu gesagt, ein Sohn des Mahaviat. Die Zwerge überreichen mir die Klinge Haljō, einen Zweihänder aus Knochen. Ich empfehle ihnen, kharsisgefällig untereinander einen König zu wählen (schließlich bestimme ich einen) und schicke sie auf geheimer Mission fort, um die Bundeslade der Zwerge irgendwo zu verstecken, wo niemand sie finden kann. Ich bitte sie, uns auch keine Nachricht zu geben, wo sie sind, damit wir nicht verraten können, wo die Knochen des Amoseus modern. Sie geben uns noch eine Glocke, mit der wir sie zur Hilfe herbeirufen können.

Nachdem die Zwerge am Horizont verschwunden sind, machen wir uns in Richtung des Schwarzen Turms auf. Unterwegs werden wir verfolgt, dann von einer kleinen Reitergruppe aufgehalten. König der Schakale, Anukis, möchte den Band des Einhorns. Welch ein Zufall, wir auch! Scheinbar hat Anukis dereinst mehrere Fälschungen anfertigen lassen, im Fall dass jemand den Band stehlen möchte. Dabei hat er sich wohl selbst verar… aufs Glatteis geführt, denn jetzt hat er den Band auch nicht. Wenn der Band zerstört wird, wird etwas Dunkles geweckt, heißt es. Ich bin mir nicht sicher, ob Anukis dafür oder dagegen ist, dass dieses „Dunkle“ aufersteht. Als er halbwegs zuversichtlich ist, dass wir nicht lügen, lässt er uns ziehen.

Im Schwarzen Turm steckt sich Schwarzblut erst einmal den Schädel des Sultans ein, um ihn bei Gelegenheit nach seiner Ähnlichkeit mit dem mit „Schwarzblut“ gekennzeichnetem Porträt zu befrage. Das Porträt, dem der Sultan sehr, und Schwarzblut gar nicht ähnlich sieht. Und das ist erkennbar, obwohl alle Elfen irgendwie gleich aussehen. Außerdem finden wir Schwarzbluts Notizen. Zum Band des Einhorns findet sich sehr wenig, doch es erhärtet sich der Verdacht, dass die Schaukle und die Bruderschaft der Wüste derselbe Verein sind. Zum Trolloquium und seinen Einstellungen findet sich dagegen was. Es stellt sich heraus, dass wir mit den Steinen die wir haben, nur die Einstellung Nr. 4 bedienen können, was wir auch tun, und schon geht unsere Reise los.

Als wir ankommen, ist die ganze Welt kalt und neblig. Der Turm steht vor einer riesigen, von Menschen erbauten Kasim-Kathedrale. Am Hauptplatz sind unzählige Leichen von Elfen. Es ist unklar, ob das ein ritueller Tod, ein Massen (Selbst)Mord, oder nur Alltag im Kasim-Glauben ist. Viel erstaunlicher als die Toten jedoch ist die Tatsache, dass diese Kathedrale auf einer Scholle im All herumkurvt. Es ist recht beunruhigend. In der Kathedrale finden sich sieben bunt bemalte Türen, und eine davon kommt Schwarzblut bekannt vor. Scheint dort schon einmal gestorben zu sein. Fragt mich nicht nach Erklärungen. In meiner Ausbildung lag der Schwerpunkt auf Schädel von Ketzern einschlagen, nicht auf Zeitreiseparadoxa. Schließlich einigen wir uns, uns auszuruhen, und dann Schwarzbluts grüne Tür zu öffnen.

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